Russland hat angeblich IS-Führer al-Bagdadi getötet

Russland hat nach eigenen Angaben den Führer der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, getötet. Bei dem Luftangriff sollen auch weitere Anführer ums Leben gekommen sein. Christoph Wanner berichtet aus Moskau.

  • Eva Groth-Pfeifer

    IS-Führer al-Baghdadi möglicherweise bei Luftschlag getötet
    mf / dpa
    Veröffentlicht:
    16/06/2017 09:37 CEST
    Aktualisiert:
    16/06/2017 10:06 CEST

    http://www.huffingtonpost.de/2017/06/16/russland-is-luftschlag_n_17146766.html

    IS-Führer al-Baghdadi soll bei einem russischen Luftangriff Ende Mai getötet worden sein
    Allerdings überprüft das russische Verteidigungsministerium noch, ob das tatsächlich der Fall ist
    Der Anführer der IS-Terrormiliz Abu Bakr al-Bagdadi
    könnte nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums getötet
    worden sein. Das russische Verteidigungsministerium prüfe Berichte,
    wonach er bei einem russischen Luftangriff in der Nähe der syrischen Stadt Al-Rakka Ende Mai ums Leben gekommen sein könnte, teilte das Ministerium am Freitag in Moskau mit.
    Der
    Angriff soll in der Nacht auf den 28. Mai stattgefunden haben.
    Al-Bagdadi habe an dem Abend den Informationen zufolge an einem Treffen
    mit anderen Anführern des Islamischen Staates teilgenommen. Sie sollen
    Routen geplant haben, um die Stadt zu verlassen. Auch andere Anführer
    sollen bei dem Angriff getötet worden sein.

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    Auftritt des IS-Chefs sind selten
    Nur
    selten tritt der IS-Chef in der Öffentlichkeit auf. Lange war unklar,
    wie Al-Bagdadi aussieht, bis er überraschend wenige Tage nach Ausrufung
    des Kalifats Ende Juni 2014 in einer Moschee im nordirakischen Mossul
    auftauchte und die Freitagspredigt hielt. Immer wieder gab es Gerüchte,
    er sei bei Angriffen verletzt oder sogar getötet worden. Diese stellten
    sich später als falsch heraus.

    Al-Bagdadi
    wurde 1971 in der irakischen Stadt Samarra geboren. An der Universität
    Bagdad machte er einen Abschluss in Islamischen Studien. Nach dem Sturz
    von Langzeitmachthaber Saddam Hussein im Jahr 2003 saß er eine Zeit lang
    in einem US-Gefängnis im Irak.

    Die
    USA hatten zuletzt im Dezember 2016 ein Kopfgeld in Höhe von 25
    Millionen Dollar (22,43 Millionen Euro) auf Al-Bagdadi ausgelobt.

  • Eva Groth-Pfeifer

    Umkämpftes Mossul – IS sprengt symbolträchtige Moschee 21.06.2017
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/is-sprengt-offenbar-symboltraechtige-moschee-15071846.html

    Wie die irakische Armee berichtet, hat der so genannte
    Islamische Staat das bekannte schiefe Minarett gesprengt. In der Moschee
    hatte sich der IS-Chef A B U B A K R A L – B A G D A D I im Juli 2014 erstmals
    öffentlich gezeigt. Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS)
    haben nach Angaben der irakischen Armee die symbolträchtige und
    Jahrhunderte alte große Moschee in der umkämpften Großstadt Mossul
    gesprengt – offensichtlich kurz vor einer drohenden Erstürmung des
    Gotteshauses. Das teilte der irakische General Abdul Amir Raschid am
    Mittwoch mit. Seine Soldaten seien während der Detonation nur 50 Meter
    weg gewesen.
    Einige Wochen vor dem Auftritt 2014 hatten Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Mossul
    überrannt. Dann rief der IS ein „Islamisches Kalifat“ im Irak und im
    benachbarte Syrien aus und ernannte Al-Bagdadi zum „Kalifen Ibrahim“.
    Irakische Truppen hatten vergangenen Herbst mit der Offensive auf die wichtigste
    Stadt im Irak unter Kontrolle des IS begonnen. Übrig geblieben ist davon
    nur noch ein kleines Gebiet im Zentrum der Stadt, darin liegt auch die
    große Moschee.Das Gebetshaus geht auf das 12. Jahrhundert zurück und ist auch als
    Al-Nuri-Moschee bekannt, benannt nach Nur al-Din Sinki, einem Herrscher,
    der den Bau des Gebäudes in Auftrag gab.
    Berühmt ist die Moschee nicht zuletzt wegen ihres schiefstehenden Minaretts,
    das vom Einsturz bedroht ist. Es wird auch „Al-Hadba“ („Die Gekrümmte“)
    oder scherzhaft „Der schiefe Turm von Mossul“ genannt. Ungeeignetes
    Baumaterial und Wind sollen für die Schieflage verantwortlich sein. Es
    war zunächst unklar, wie sehr die Moschee durch die Explosion in
    Mitleidenschaft gezogen wurde.Etwa gleichzeitig mit der Armee verkündete der IS über sein Sprachrohr
    „Amak“, dass die Moschee von einem US-Luftangriff getroffen worden sei.
    Zuvor hatten staatliche irakische Medien von einem weiteren Vorrücken der
    Armee in Mossul berichtet. Einen halben Kilometer seien sie in das
    verbliebene Viertel der Dschihadisten in der Altstadt eingedrungen. Die
    vollständige Einnahme der Großstadt sei nicht mehr fern, sagte ein
    Militärsprecher. Die Soldaten seien mit mindestens zwei Luftangriffen
    unterstützt worden.
    Der IS steht militärisch im Irak und in Syrien mit dem Rücken zur Wand. Zudem
    behauptete Russland vor wenigen Tagen, Anführer Al-Bagdadi bei einem
    Luftangriff getötet zu haben. Eine Bestätigung gab es zunächst nicht.
    Quelle: dpa
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