René Adlers Ehefrau – „Habe viel geweint“: Warum Spielerfrau Lilli Hollunder am Existenzminimum lebt

Seit Oktober 2016 ist Lilli Holunder mit HSV-Spieler René Adler verheiratet. Für ihn läuft die aktuelle Saison alles andere als rund – Anfang April brach er sich eine Rippe, die bis dato noch nicht vollständig zusammengewachsen ist. Die Folge: vorzeitiges Saison-Aus!

Und auch Lilli offenbarte jetzt, dass sie berufliche Ängste plagen: Die Schauspielerin hatte ihr letztes Engagement für gut einem Jahr.

Auf ihrem Blog „Little Hero“ beschreibt sie, dass sie zuletzt ihrer kleinen Schwester riet, gründlich darüber nachzudenken, ob sie in ihre Fußstapfen treten und ebenfalls in die Filmbranche einsteigen möchte. Denn, meint Lilli: „Drei Prozent aller deutschen Schauspieler können davon leben. Ich bin derzeit eine der anderen 97 Prozent.“

Es werden immer nur dieselben Gesichter besetzt

Es würden sie mittlerweile Selbstzweifel plagen: „Wie lange darf ich mich eigentlich noch Schauspielerin nennen, wenn doch der letzte Drehtag immer weiter in die Ferne rückt?“ Hollunder prangert an, dass immer nur „dieselben Gesichter“ besetzt würden. „Alle anderen lechzen nach Arbeit, haben Nebenjobs, um Miete und Krankenkasse zahlen zu können.“

Momentan würde ihr Job daraus bestehen, sich jeden Tag einzureden, dass sie gar nicht so schlecht sei, Casting-Absagen nicht persönlich nehmen dürfe und dass „eines Tages meine Agentin wieder anruft und gute Nachrichten für mich hat.“ Denn auch dieser Part wäre Teil des Schauspieler-Daseins. Ein Beruf, den Lilli Holunder immer noch als den besten der Welt bezeichnet – trotz aller Querelen.

„Ich hatte manchmal Selbstzweifel“

Und was ist mit dem Geld ihres Mannes? Theoretisch müsste er sie doch unterstützen können. Doch im Interview mit der „Hamburger Morgenpost“ erklärt Holunder: „Ich habe viel gespart in der Zeit, als es noch besser lief. Davon kann ich jetzt leben.“ Und weiter: „Wenn ich gar keine Aufträge mehr bekommen sollte, würde ich natürlich etwas anderes machen. Ich möchte auf eigenen Beinen stehen.“ So offen wie jetzt konnte sie allerdings nicht immer über ihre Situation sprechen, wie sie im Gespräch zugibt. „Ich hatte manchmal Selbstzweifel und habe viel geweint, weil mich keiner wollte. Es tut weh, immer Absagen zu bekommen und gleichzeitig zu sehen, dass einige Kollegen super viele Rollen bekommen.“

Mit ihrem Blog hätte sie aber nun ein neues Aufgabengebiet gefunden. Und vielleicht dauert es nur noch ein bisschen, bis sich der auszahlt.

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