Mysteriöses Phänomen – Vier Menschen sterben durch ein Gewitter – doch Blitze sind nicht die Ursache

Es klingt erst einmal paradox: Nicht der Blitz, sondern ein anderes Gewitter-Phänomen hat den vier Menschen das Leben gekostet.

Als Folge eines schweren Gewitters in Melbourne und Geelong waren diese Woche die Notaufnahmen des Großraumes Melbourne die ganze Nacht und den folgenden Tag überfüllt. Die Ursache dafür waren: Asthmaanfälle.

Etwa 8500 Menschen ließen sich deswegen in den Krankenhäusern behandeln, berichtete „The Sydney Morning Herald“.

Vier Personen im Alter von 18 bis 35 Jahren starben an den Folgen einer Asthmaattacke. Bis Dienstagabend waren noch weitere acht Patienten auf der Intensivstation. Innerhalb von drei Stunden behandelte die Notaufnahme Victoria mehr als 1800 Personen, wie das Gesundheitsministerium berichtete.

„Thunderstorm Asthma“: Gefährlicher Mix aus Pollen, Regen und Winde

Das Phänomen gehäufter Krankheitsfälle nach Gewittern wird „Thunderstorm Asthma“ genannt und ist bereits bekannt. Da in Australien gerade Frühling ist, blühen dort Felder und Pflanzen. Heiße Winde nehmen die Pollen auf, tragen sie in die Luft und verteilen sie im Großraum Melbourne.

Trifft Regen auf die Pollen, saugen sie sich mit Wasser voll und zerbersten anschließend in tausende kleine Allergene. Diese können tief in die menschliche Lunge eindringen und gefährliche Asthmaanfälle auslösen. Auch in Deutschland ist ein solches Phänomen vorstellbar – sofern viele Pollen herumschwirren und mit starkem Wind oder Regen in Kontakt kommen.

Erste Hilfe bei Asthmaanfällen

Eine akute Asthmaattacke äußert sich durch Schwierigkeiten beim Atmen, ein Engegefühl in der Brust und Keuchen. Als erste Hilfe rät das Deutsche Rote Kreuz die Person zunächst zu beruhigen und in eine aufrechte Sitz- oder Stehposition zu bringen.

Anschließend können Helfer die Betroffenen bei der Medikamenteneinnahme unterstützen und für eine Arztbehandlung sorgen. Verbessert sich die Verfassung des Betroffenen nicht, sollten Sie einen Notarzt rufen.

Weitere Informationen zu Asthma finden Sie unter anderem auf den Seiten des DRK und Lungenärzte im Netz.

Im Video: Wenn die Luftwege immer enger werden: So entsteht Asthma